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Die kleinen Hunde und Katzen gehörten von jeher zur Familie, die großen waren die Türwächter vor den Eingängen, an denen nachts keiner vorbeikam.
Im Buddhismus wird den Hunden eine Seele zugesprochen, nicht viel anders als den Menschen. Die menschliche Seele kann ohne weiteres auch in einem Hund wiedergeboren werden. Tibeter empfinden es als Verbrechen, ein Tier zu töten, erst recht einen Hund. Die vielen streunenden Pariah- Hunde werden von den Lamas für auf die Erde zurückgekehrte Mönche gehalten, die in ihrem früheren Leben ihr Gelöbnis gebrochen haben.
In den heiligen Schriften wird Manjusri Buddha, der Gott des Lernens, als von Löwenhunden begleitet und beschützt beschrieben, die sich bei Gefahr in einen mächtigen - richtigen - Löwen verwandeln können. Jeder kleine Hund mit zotteligem Fell wird in Tibet Löwenhund genannt.
Die kleinen Löwenhunde wurden von den Lamas als Geschenke an die befreundeten chinesischen Oberhäupter gesandt. Niemals wurden diese Hunde verkauft, sie wurden höchstens Besuchern als Glücksbringer mitgegeben. Auf der tibetischen Nationalflagge, die von China verboten wurde, sind zwei weiße Löwenhunde abgebildet, die das Rad des Lebens tragen - daran  kann man erkennen, welche Bedeutung Hunde für die Menschen in Tibet haben.
 

 
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Auf unserer Startseite können Sie eine Legende lesen, wie der Do Khyi zum Menschen kam. Eine andere Legende lautet folgendermaßen.

Vor langer Zeit wurde ein tibetischer Jäger auf der Jagd in den Bergen von einem Leoparden angefallen. Der Mann hatte noch nicht einmal die Zeit, seinen Bogen zu spannen um sich zu verteidigen. Aber genau im richtigen Moment sprang ein Hund vom Himmel herab und stelle sich zwischen den Leoparden und das beabsichtigte Opfer. Mit einen Bellen wie ein Donnergrollen attackierte der Hund des Leoparden. In einem Meer von Blut kämpfte der Hund mit dem Leoparden um dem Jäger die Gelegenheit zu geben, diesen mit dem Schwert zu erlegen.

In größter Dankbarkeit nahm der Jäger den Hund mit zu sich nach Hause. Der Hund wurde zum ständige Begleiter de Jägers und bewachte von diesem Zeitpunkt an Haus und Herde des Mannes.       

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Die für unser Dafürhalten schönste Legende besagt, dass mit der Geburt eines weißen Do Khyi das tibetische Volk seine Freiheit wiedererlagen wird.

(Bildquelle: China`s Tibetan Mastiff, Foreign Languages Press)

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