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Unter den Tibeter kann man zwei sehr unterschiedliche Typen erkennen: die eher kleinwüchsigen Bewohner des südlichen Zentraltibets und die eher großgewachsenen der Nordostprovinz und dem Bergland im Osten. Die Bewohner Tibets setzen sich aus den unterschiedlichsten Volksstämmen zusammen. Bekannt sind die Sherpa aus Osttibet, die sich auf zahlreichen Hochgebirgsexpeditionen einen Namen gemacht haben und die Bhotia, die ursprünglich aus Tibet heute in Nepal ansässig geworden sind und dort als Halbnomaden, Bauern und Händler tätig sind. Alle Tibeter aber haben gemein, daß sie stark von den geographischen, klimatischen und religiösen Bedingungen im Tibet gerpägt sind.

Ein großer Teil der Tibeter lebt als Nomaden oder Halbnomaden 

Die Religion in Tibet ist geprägt vom Buddhismus.

Der Buddhismus wurde vom 560 v. Chr. geborenen Siddharta Gautama gegründet. Dieser wurde als Sohn eines adeligen Stammesfürsten geboren. Siddharta beginnt in jungen Jahren immer mehr an seinem luxuriösen Leben zu zweifeln. Die Begegnung mit einem Greis, einem Kranken und einem Toten bei seinen Ausfahrten machen ihm das Leid und die Vergänglichkeit der menschlichen Existenz bewußt und gibt seinen Zweifeln eine Basis. Die Begegnung mit einem gelassenen Bettelmönch zeigt ihm den Weg aus seinem im irdischen Verhaftetsein auf und er verläßt in der Nacht der Geburt seines Sohnes sein Leben in Reichtum. Nach Begegnungen mitverschiedenen Brahmanen,Yogi und Asketen erfuhr er mit 35 Jahren unter dem Bodhi-Baum von Bodh Gaya die Erleuchtung. Seitdem wird er Buddha –der Erleuchtete- genannt. Nach seiner Erleuchtung macht sich Buddha auf, um seine Lehre der Vier edlen Wahrheiten zu predigen, worin er das Leben als Mittelweg zwischen Luxus und Asketentum empfiehlt. Buddha versammelt in Folge immer mehr Jünger um sich. Als äußeres Erscheinungsbild wählen sie geschorene Köpfe und gelbe Gewänder.

Buddha, dessen Predigten sich durch Gleichnisse und Bilder auszeichnen, stirbt im Alter von 80 Jahren in Kusinara. 

Der Buddhismus ist nicht einfach eine philosophische Schule, sondern eine Lebensnahe Lehre ist, die eine Revolutionierung des menschlichen Daseins anstrebt, indem sie den Weg zur Erleuchtung (Nirvana) weist. Die Erleuchtung ist ein einzigartiger geistiger Zustand, der durch die Loslösung von der materiellen Welt , die ausschließlich aus Leiden besteht, gekennzeichnet ist.

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