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Fotoquelle: Tibet (Thales Themenhefte) 

Tibet erstreckt sich über 2,5 Millionen Quadratkilometer, das entspricht ungefähr ¼ der Fläche Europas. Bis zur chinesischen Besatzung lebten in Tibet  nicht mehr als sechs Millionen Menschen, das heißt das Land war seit jeher sehr dünn besiedelt.. Seit der Besetzung Tibets durch China wurden zusätzllich ca. 6 Millionen Chinesen im Gebiet Tibets angesiedelt. 

Hauptkette des Himalaya erstreckt sich an der gesamten südlichen Landesgrenze Tibets.. Im Himalaya befindet sich der höchste Berg der Welt, der Chomo Langma (Mount Everest) mit 8 846 Metern. Das Himalaya- Zentralmassiv mit seinen berühmten Achttausendern trennt Tibet vom indischen Subkontinent und bildet die größte Wasserscheide Asiens. Der Regen, der von Süden kommt, regnet hier ab und beschert den Regionen Nordindien, Nepal, Sikkim und Bhutan  durch  reichhaltige Niederschläge eine üppige Vegetation. In Tibet dagegen regnet es kaum.

Tibet umfaßt die Provinzen U-Tsang (Zentraltibet), Amdo (Nordosttibet), Kham (Südosttibet), Ngri (Südwesttibet) und Chang Tang (Nordtibet).

Die größte Stadt Tibets ist Lhasa (3600m über NN) mit ca. 340000 Einwohnern. Das markanteste Bauwerk der Stadt, der Potala, war Regierungssitz des weltichen und geistigen Führers der Tibeter, des Dalai Lamas.  Nach der Besatzung durch china wurde der Regierungdssitz der tibetischen Exilregierung nach Dharamsala in Indien verlegt.

Der Transhimalaya mit Gipfeln bis 7300m verläuft nördlich der Himalaya-Hauptkette. Diese beiden schließen  zwischen sich eine ca. 1000 km lange Talebene, die in weiten Teilen vom Yarlung Zangbo (in Indien als Brahmaputra bekannt) durchflossen wird.. Der Transhimalaya geht im Norden langsam in das Hochland von Tibet über. Die durchschnittliche Höhe Tibets beträgt 4300 Höhenmeter!

Ungefähr ein Drittel der tibetischen Bevölkerung lebte ursprünglich im Hochland von Tibet. Einige der größten Ströme Asiens haben hier ihren Ursprung, z.B. der Ganges, der Indus oder der Mekong. Im Hochland von Tibet findet man viele Salzseen, z.B. den Ngangla Ringco im Westen oder den Nam Co (Na-mu-ts'o) im Osten.

Umgrenzt wird Tibet von den Ländern Indien, Nepal, Bhutan, Burma, Ostturektan und China. 

(Quelle www.tibetinfos.de)

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Klima

Das Klima ist von sehr kalten Wintern und warmen Sommern geprägt. Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge liegt bei rund 400 Millimetern. Besonders der westliche und nördliche Teil Tibets sind durch ausgesprochene Trockenheit gekennzeichnet; hier werden manchmal 100 Millimeter unterschritten. Die Temperaturen sind im Gebirge und auf den Hochebenen im Allgemeinen niedrig; die geschützten Täler haben milderes Klima. Die durchschnittliche Jahrestemperatur für die gesamte Region beträgt 1,1 °C. In Lhasa liegt sie bei 8,9 °C. Die tageszeitlichen Temperaturschwankungen sind erheblich.

Der Ausdruck «Schneeland» für Tibet gilt eigentlich nur für die die Hochebene umgebenden Gebirgsmassive. Die Hochebene ansich gleicht hingegen vielmehr einer Gebirgswüste.
Der indische Sommermonsun wird durch das Himalaja-Massiv zurückgehalten. Im Westen blockiert der Karakorum die feuchten Luftmassen und im Norden wehen Wüstenwinde trocken und heiß aus dem Tarim-Becken nach Tibet. Nur im Nordosten dringt aus China Feuchtigkeit ein und ermöglicht den Nomaden mit ihren Jak-Herden durch das Land zu ziehen.
Auch im Winter fällt nur wenig Schnee. So bleiben die bis zu 6000 Meter hohen Paßübergänge das ganze Jahr über befahrbar.
Ein bekanntes Problem sind die häufigen Sandstürme, die durch alle Spalten dringen und gegen die man sich kaum schützen kann; kurze, heftige Gewitter mit Hagel gehören auch zu den Launen der Witterung. Da der Boden meist durch keine Vegetation zusammengehalten wird, werden bei solchen Unwettern die Fahrstraßen innerhalb weniger Minuten unpassierbar.
Lhasa liegt auf demselben Breitengrad wie Kairo! Ungewöhnlich intensiv ist in dieser Höhe und südlichen Lage denn auch die Sonneneinstrahlung. Neueste klimatologische Untersuchungen haben ergeben, daß auf der Hochebene Tibets, die im Durchschnitt 4800 Meter ü. M. liegt, pro Quadratmeter Bodenfläche bis zu 1200 Watt Sonnenenergie einstrahlen. Es wird vermutet, daß unsere periodisch wiederkehrenden Eiszeiten mit diesem Phänomen in Verbindung stehen

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Tier- und Pflanzenwelt

Der buddhistische Glaube der Tibeter gebot es, achtsam mit jedem tierischen Mitgeschöpf  umzugehen.

Dem Yak kommt im Tibet eine besondere Rolle zu. Während sich über die Landesgrenzen für das weibliche und das Männliche Hochgebirgsrind der Name Yak durchgesetzt hat, unterschieden die Tibeter bei den Bezeichnungen. Das Männliche Rind ist das Yak, das weibliche wird Dri genannt.

Die Yaks dienen dem Menschen als Reit-, Zug- und Lasttiere in der Landwirtschaft. Außerdem liefern sie auch Milch und Fleisch sowie Wolle und Felle für Mäntel, Schuhe, Zelte. Der Dung wird zwar im getrockneten Zustand als Brennmaterial verwendet. Eine Notwendigkeit in einem Land, das nicht gerade mit üppiger Vegetation gesegnet ist.

Außerdem halten die Tibeter Schafe und  Esel als Lasttiere, Ziegen, Katzen und Hunde. Die großen tibetischen Do-Khyi lieferten sowohl ihren Beitrag als Wachhunde für die Familien, wie auch als Scbutzhunde der Herden gegen Beutegreiferfer. Auch als Lastenträger wirden Do-Khyi herangezogen.

In Tibet sind  knapp 200 Säugetierarten (darunter Luchse, Leoparden, Tiger, verschiedene Bärenarten, Wölfe, Füchse, Affen, Pandas, in Berggebieten Moschushirsche, Schafe, Ziegen, Esel, Yaks und tibetische Antilopen), über 500 Vogelarten (darunter Streifengänse, Möwen, Krickenten und andere Wasservögel, sowie Fasane und Steppenhühner) und etwa 50 verschiedene Reptilien heimisch.

Aufrund der geringen Niederschläge ist die Vegetation in Tibet nicht als üppig zu bezeichnen.  Nur in den Talregionen nahe der Flüsse sind Wälder anzutreffen. Die Landwirtschaft ist geprägt vom Anbau von Gerste, aus der tibetische Nationalgericht Tsampa hergestellt wird.

(Quelle www.tibetinfos.de)

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